+++ Ob Moschee oder Kirche: Als Vater lehne ich Unterricht für meine Kinder in Gotteshaus ab +++

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Fall in Rendsburg
Ob Moschee oder Kirche: Als Vater lehne ich Unterricht für meine Kinder in Gotteshaus ab

Ein Elternpaar in Rendsburg hat seinem Sohn den Moschee-Besuch im Rahmen des Schul-Unterrichts verboten. Sie bekamen ein Bußgeld aufgebrummt, welches sie nicht zahlten. Nun müssen nun vor Gericht. Da die Eltern und ihr Anwalt offensichtlich islamkritischen Bewegungen nahe stehen, ist ihre wirkliche Motivation für ihre störrische Haltung schwierig einzuschätzen. Dies sei dahingestellt.

Aber: Ich hätte als Vater genau so gehandelt. Niemand kann meine Kinder dazu zwingen, ein Gotteshaus zu betreten. Und dabei ist mir völlig egal, ob es sich um eine katholische Kirche, eine jüdische Synagoge oder eben eine Moschee handelt.

Ich selber komme aus einem religionskritischen Elternhaus, bin nicht getauft. In der Schule besuchte ich den Ethik-Unterricht. Dort und auch im Fach Gemeinschaftskunde haben uns die Lehrer natürlich mit Glaube und Religionen konfrontiert. Direkt gegenüber meines Gymnasiums steht eine katholische Kirche. Niemals kamen unserer Lehrer auf die Idee, den Unterricht mal dorthin zu verlagern. Sie haben es mit klugen Büchern, anschaulichen Filmen und faktenreichen Arbeitsblättern geschafft, uns wichtige Facetten der Weltreligionen zu vermitteln. Im Klassenzimmer. Das Argument der Schule in Rendsburg, die Moschee sei doch direkt neben an und der Besuch dort sei zwingend notwendig, um den Unterricht zu begleiten, ist nicht schlüssig.

Gotteshaus ist nicht der richtige Ort

Ich wehre mich auch gegen das Argument der Schulbehörden in Schleswig-Holstein, man könne sich doch als Schüler oder Elternteil nicht die Inhalte oder die Art und Weise der Vermittlung derselben raussuchen, die einem passen oder nicht. Doch, man kann. Ich als Vater muss es sogar. Ich begrüße und unterstütze es ausdrücklich, wenn meine Söhne in der Schule so viel wie möglich über die Weltreligionen erfahren. Damit werden sie zum einen befähigt, ihre Haltung zum Thema Glaube zu finden und zu entscheiden, ob sie einer Religion beitreten wollen und welche ihnen in diesem Fall entspricht. Und zum anderen ist ein gutes Verständnis für Religionen, insbesondere den Islam, in der heutigen Zeit nicht hoch genug einzuschätzen.

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Doch gerade weil das Thema Religion, allgemein gesprochen, ein so persönliches und heikles ist, ist der einzige geeignete Ort, damit umzugehen, das Klassenzimmer. Ich möchte, dass meine Kinder in diesem neutralen, geschützten Rahmen mit dem christlichen, jüdischen oder islamischen Glauben konfrontiert werden. Eine Kirche, eine Synagoge, eine Moschee hat als – teilweise großes, wuchtiges - Bauwerk gerade auf Kinder einen beeindruckenden Effekt, der die Vermittlung von Fakten verfälschen könnte. Und wenn der Besuch dann auch noch in das Gotteshaus einer ziemlich zweifelhaften Gruppe geht – wie in Rendsburg zur teilweise von Verfassungsschutz beobachten Mili-Görus-Bewegung- dann muss ich als Vater sagen: Das ist nicht der richtige Unterricht für meine Kinder.

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