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München, Berlin, Hamburg
„Party ist vorbei": Immobilienexperten prophezeien Preissturz von 30 Prozent

Seit Jahren gilt für deutsche Immobilienpreise nur eines: Sie steigen und steigen. Doch nach einem aktuellen Immobiliengutachten soll damit jetzt Schluss sein – zumindest in den Metropolen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

In den deutschen Großstädten ist ein Ende des jahrelangen Mietanstiegs in Sicht. Auch bei den Kaupreisen dreht sich das Blatt. Das belegt ein aktuelles Immobiliengutachten des Zentralen Immobilienausschusses (ZIA). „Nach unserem Dafürhalten ist in Berlin sicherlich, in München wahrscheinlich und in Hamburg und Frankfurt möglicherweise mit einem Trendbruch bei den Kaufpreisen zu rechnen", so Simons. Eigentumswohnungen könnten in diesen Städten in vier bis fünf Jahren um bis zu ein Drittel günstiger werden. Dafür gibt es im wesentlichen drei Gründe.

Für Berlin gilt: „The party is over. Wer jetzt noch kommt, darf beim Aufräumen helfen." Das sagt Immobilienweise Harald Simons über die Immobilienpreise in Berlin. Doch auch in München können die Preise in Zukunft nicht weiter steigen. Auch in Hamburg rechnen die Experten mit einer Trendwende.

1. Rückläufige Zuwanderung

Seit Jahren zieht es junge Menschen vom Land in die Großstädte Deutschlands. Diesen Trend beobachten die Experten des ZIA in München, Berlin und Hamburg jetzt nicht mehr. Der sogenannte Wanderungsgewinn ist in den drei Städten rückläufig. Zum einen zieht es viele Menschen wieder von der Stadt in ländlichere Gegenden und günstigere Städte. Zum anderen hat auch die Zuwanderung aus dem Ausland in diese drei Großstädte abgenommen.

2. Viele Neubauprojekte

Während der Wohnungsneubau in den vergangenen Jahren nur schleppend verlief, nimmt er jetzt Fahrt auf. Die Zahl der Baugenehmigungen steigt rasant – insbesondere in Berlin und Hamburg. Die nicht fertiggestellten Bauvorhaben entsprachen Ende 2015 bereits dem Fünffachen der bisherigen Wohnungsproduktion. „Die Wohnungsbaumaschine läuft, immer größere Projekte mit mehreren tausend Wohnungen werden geplant, sind bereits im Bau oder gehen absehbar bald in die Vermarktung", sagt Simons.

3. Kaufpreise steigen schneller als Mieten

In den sieben größten deutschen Städten steigen die Kaufpreise deutlich stärker als die Neuvertragsmieten. Doch hohe Kaufpreise lassen sich nur mit steigenden Mieten rechtfertigen. Sie stehen also spätestens seit der Mietpreisbremse in keiner Relation mehr.

Die vielen neuen Wohnungen, die Mietpreisbremse und die rückläufige Zuwanderung lassen die Mietpreise nicht weiter steigen. Daraus folgt, dass auch die Kaufpreise wieder sinken werden.

Im Video: Was auf Mieter in den nächsten Jahren zukommt

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