+++ Neun Männer sollen deutsche Lehrerin an Silvester vergewaltigt haben +++

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Prozessauftakt in Wien
Neun Männer sollen deutsche Lehrerin an Silvester vergewaltigt haben

Neun Männer sollen in der Silvesternacht 2015/2016 eine deutsche Lehrerin in Wien verschleppt und stundenlang vergewaltigt haben. Am Dienstag startete der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter.

Die 29-jährige Deutsche war damals in Wien, um gemeinsam mit einer Freundin Silvester zu feiern, wie "heute.at" berichtet. Gegen zwei Uhr sei sie in einem Lokal auf mehrere Männer gestoßen, die sie zu hochprozentigen Getränken eingeladen hätten.

Als sie gegen vier Uhr das Lokal verließ, weil ihr übel wurde, sollen vier Iraker sie gepackt und in eine Wohnung in der Nähe des Praters gebracht haben. Wie der Staatsanwalt vor Gericht schilderte, sollen da bereits weitere Verwandte der Männer gewartet haben. Die Frauen der Familie seien aus der Wohnung gebracht worden, damit die Männer ungestört über ihr Opfer herfallen konnten, so der Vorwurf in der Anklage.

Männer vergingen sich abwechseln am Opfer

Die neun Iraker, 23 bis 47 Jahre alt, sollen sich abwechselnd und zum Teil mehrfach an der Deutschen vergangen und Selfies mit der jungen Frau gemacht haben. Nach dem Ende des Martyriums sei die Lehrerin einfach an einer Straßenbahnhaltestelle ausgesetzt worden.

Mithilfe einer Ortungs-App konnte die Polizei die Verdächtigen später ermitteln. Sie kamen in U-Haft. Passanten hatten die Frau an der Haltestelle gefunden und in ein Hotel gebracht. Dort wurde die Polizei verständigt.

Wie "heute.at" berichtet, gaben vor Gericht mehrere Angeklagte an, keine Schuld zu empfinden - obwohl DNA- und Spermaspuren sie schwer belasten. Einige der Anwälte hätten als Argument angegeben, dass ihre Mandanten betrunken gewesen seien. Es wurde zudem die Behauptung aufgestellt, das Opfer habe die sexuellen Handlungen gewollt und sei "selbst schuld" an dem Vorfall.

Opfer befindet sich in psychiatrischer Behandlung

Der Hauptangeklagte hingegen bekannte sich vor Gericht schuldig, das Opfer selbst war zum Prozessauftakt nicht anwesend. Sie war im August des vergangenen Jahres in einer psychiatrischen Klinik in Behandlung. Sie leide an einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Während der Verhandlung kamen verstörende Details ans Licht. In der Anklageschrift heißt es laut "heute.at", dass einer der Angeklagten vor der Tat auf arabisch gesagt habe: "Ich scheiße auf Gott, ich werde sie heute nicht mehr loslassen."

Die Angeklagten kamen dem Bericht zufolge erst 2015 nach Österreich. Vier von ihnen sollen Asylstatus erhalten haben, bei den anderen sei das Verfahren noch nicht abgeschlossen gewesen. Im Falle einer Verurteilung droht den Männern bis zu 15 Jahre Haft.

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beb/
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