16.58 Uhr: Die Dortmunder reagieren auf das Verschwinden von Ousmane Dembélé und suspendieren den 20-Jährigen. Laut Club-Mitteilung ist Dembélé vorläufig bis zum Wochenende freigestellt.
"Ousmane Dembélé hat heute unentschuldigt beim BVB-Training gefehlt und sich offenbar bewusst zu diesem Schritt entschieden. Dieses Fehlverhalten werden wir selbstverständlich sanktionieren", erklärte Sportchef Michael Zorc und fügte hinzu: "Obendrein haben wir den Spieler, der sich gegenwärtig entgegen anderslautender Berichte in Dortmund aufhält, in Absprache mit dem Trainer zunächst bis nach dem Pokalspiel am kommenden Wochenende vom Trainings- und Spiel-Betrieb suspendiert."
16.48 Uhr: Das Barca-Angebot war dem BVB also zu niedrig. Wie die katalanische Zeitung "Sport" berichtet, war Barcelona bereit, 90 Millionen Euro als fixe Ablösesumme zu bezahlen - mit verschiedenen Bonuszahlungen hätte die Summe noch auf 130 Millionen steigen können.
16.38 Uhr: Laut der in Barcelona ansässigen Zeitung "Mundo Deportivo" teilt der FC Barcelona mit, dass heute nichts mehr passieren wird in Sachen Dembélé. "L'Équipe" aus Dembélés Heimat Frankreich hatte gemeldet, dass er direkt nach seiner Ankunft in Barcelona dort einen Vertrag unterschreiben werde.
16.23 Uhr: Also, kurz nochmal sortiert. Der FC Barcelona will Ousmane Dembélé, und Ousmane Dembélé will zum FC Barcelona. Barca macht dem BVB ein Angebot, das aber zu gering ist. Dortmund sagt seinen Aktionären, dass ein Transfer "aktuell nicht überwiegend wahrscheinlich" ist - hat aber selbst keine Ahnung, wo Dembélé steckt. Klingt absurd, ist es auch.
16.10 Uhr: Per Ad-hoc-Mitteilung an seine Aktionäre verkündet der BVB, dass er ein Angebot des FC Barcelona für Dembélé abgelehnt hat. Die Mitteilung im Wortlaut:
Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA ("BVB") hat ein Gespräch mit dem katalanischen Fußballklub FC Barcelona in Bezug auf einen möglichen Transfer des BVB-Spielers Ousmane Dembélé ("Spieler") zum FC Barcelona geführt.
In diesem Gespräch haben die Vertreter des FC Barcelona ein Angebot unterbreitet, welches nicht dem außerordentlichen fußballerischen und sonstigen Stellenwert des Spielers und auch nicht der derzeitigen wirtschaftlichen Marktsituation des europäischen Transfermarktes entsprach. Dieses Angebot hat der BVB daher abgelehnt.
Da bis zum heutigen Tag kein anders lautendes Angebot des FC Barcelona vorliegt, ist derzeit mit einem Transfer des Spielers zum FC Barcelona nicht zu rechnen und dieser aktuell nicht überwiegend wahrscheinlich.
16.00 Uhr: Zur Mittagszeit verteilte Dembélé offenbar noch Likes bei Instagram. Da wusste beim BVB bereits keiner, was los ist. Dembélé gefilene Bilder des Barca-Spielers Samuel Umtiti und des von Paris Saint-Germain umworbenen Monaco-Stars Kylian Mbappé.
Dembélé wartet angeblich in Paris
15.54 Uhr: Wie der britische "Guardian" berichtet, ist Dembélé zunächst nach Frankreich gereist und wartet in Paris jetzt auf die Erlaubnis, nach Barcelona weiterzureisen. Dagegen meldet "Sportbild", der Noch-BVB-Spieler sei immer noch in Dortmund und schmolle dort.
15.40 Uhr: Schwerer Schlag für Borussia Dortmund: Ousmane Dembélé fehlt am Donnerstag unentschuldigt beim Training. Der vom FC Barcelona umworbene Offensivmann düpiert seinen Club, beim BVB weiß niemand, wo er steckt. Laut Trainer Peter Bosz blieben alle Kontaktversuche erfolglos.
Dann der Hammer aus Frankreich: "L'Équipe" meldet, Dembélé sei auf dem Weg nach Barcelona und werde noch am Donnerstag beim FC Barcelona unterschreiben.
Diese Informationen kommen auch vom TV-Sender Sky Sport News. Das alles wohlgemerkt ohne die Erlaubnis des Vereins – Dembélé beendet damit eigenmächtig sein Arbeitsverhältnis mit dem BVB.
Seit Wochen wird über einen möglichen Wechsel Dembélés zum Barca spekuliert.
Verschiedenen Berichten zufolge fordert der BVB 150 Millionen Euro für seinen Jungstar. Dembélé soll bei Barca den nach Paris gewechselten Neymar ersetzen.
Dembélé will das offenbar so sehr, dass er es auf einen offenen Konflikt mit den Dortmundern anlegt.
BVB-Manager Zorc: Sven Mislintat bleibt
Donnerstag, 10. August, 12.12 Uhr: Der BVB-Sportdirektor erteilt den Bayern eine Abfuhr. Die Münchner waren laut übereinstimmender Medienberichte an einer Verfplichtung des Dortmunder Kaderplaners und sportlichen Leiters Sven Mislintat interessiert.
Michael Zorc sagte nun der "Funke Mediengruppe": "Sven bleibt hier bei Borussia Dortmund - und damit fertig." Es sei zwar jeder ersetzbar, "aber wir haben nicht umsonst gerade erst vor einigen Monaten den Vertrag bis 2021 verlängert", so Zorc.
Darüber hinaus habe Mislintat keinen Wechselwunsch geäußert. Der Dortmund-Manager zeigte sich über das unangemeldete Interesse des FC Bayern nicht gerade angetan: "Mich überrascht da schon ein wenig das Vorgehen von Bayern München".
Mit überraschenden Abgängen des BVB-Personals nach München hat Dortmund schon in der Vergangenheit zu kämpfen gehabt.
Im Video: BVB-Star Dembélé als Neymar-Ersatz nach Barcelona?