Dutkiewicz holt Bronze über 100 m Hürden
21.08 Uhr: Hürdensprintern Pamela Dutkiewicz hat bei der Leichtathletik-WM in London mit einem couragierten Lauf die Bronzemedaille und damit das zweite Edelmetall für Deutschland gewonnen. In 12,72 Sekunden kam die deutsche Meisterin vom TV Wattenscheid 01 am Samstag über 100 Meter Hürden als Dritte ins Ziel.
Weltmeisterin wurde die Australierin Sally Pearson, die in 12,59 Sekunden ihren zweiten Titel nach 2011 holte. Auf den Silberrang lief die US-Amerikanerin Dawn Harper Nelson in 12,63 Sekunden.
Deutsches Zehnkampf-Duo kämpft um Silber und Bronze
20.30 Uhr: Die deutschen Zehnkampf-Asse Rico Freimuth und Kai Kazmirek machen bei der Leichtathletik-WM in London im abschließenden 1500-m-Lauf Silber und Bronze unter sich aus.
Freimuth liegt nach dem Speerwurf (62,34) mit 7894 Punkten weiter auf Rang zwei, Kazmirek (7796) rangiert auf dem dritten Rang. Kevin Mayer aus Frankreich liegt nach wie vor souverän auf Goldkurs.
Freimuth schiebt sich an Gold-Platz heran
14.15 Uhr: Zehnkampf-Ass Rico Freimuth bleibt auch nach sieben Disziplinen bei der Leichtathletik-WM in London auf Medaillenkurs. Mit 6272 Punkten ist der 29-jährige Weltmeisterschafts-Dritte von 2015 nach dem Diskuswerfen am Freitag sogar bis auf 24 Punkten an den führenden Franzosen Kevin Mayer herangerückt und hat eine Titelchance. Freimuth warf den Diskus 51,17 Meter weit, Mayer kam nur auf 47,14. Der Olympia-Vierte Kai Kazmirek blieb mit 6080 Punkten auf Rang vier, liegt aber nur 15 Zähler hinter Oleksij Kasanow aus der Ukraine.
4x400-m-Staffel der Frauen im Finale
12.50 Uhr: Die deutsche 4x400-m-Staffel der Frauen hat bei der Leichtathletik-WM in London das Finale erreicht. In ihrem Vorlauf kamen Ruth Sophia Spelmeyer, Nadine Gonska, Svea Kohrbrück und Laura Müller in 3:26,24 Minuten auf Platz drei und qualifizierten sich damit direkt für die Entscheidung am Sonntag
Bolt vor letztem Rennen, deutsche Männer-Staffel raus
12.40 Uhr: Der achtmalige Olympiasieger Bolt gibt im Staffel-Finale (22.50 Uhr) das Abschiedsrennen seiner einzigartigen Karriere. 56 600 Zuschauer im Olympiastadion feierten den 30-Jährigen schon am Vormittag euphorisch.
"Die Energie in diesem Stadion ist wirklich außergewöhnlich", sagte Bolt. Es werde ihm schwerfallen, Abschied zu nehmen, aber: "Ich bin happy. Ich bin gesegnet."
In 37,70 Sekunden waren die Amerikaner um 100-Meter-Weltmeister Justin Gatlin im ersten Vorlauf schneller als Jamaika. Die deutschen Tempojäger werden bei Bolts letztem Auftritt nicht mehr auf der Bahn stehen: Für den 100-Meter-Rekordhalter Julian Reus, Robert Hering (beide Wattenscheid), Roy Schmidt (Leipzig) und Robin Erewa (Wattenscheid) reichten 38,66 Sekunden nicht.
Frauen-Staffel souverän im Finale
12.20 Uhr: Klasse Auftritt der deutschen Frauenstaffel! Das Quartett um Gina Lückenkemper ist bei der Leichtathletik-WM in London ohne Probleme ins Finale über 4x100 m eingezogen - noc
Tatjana Pinto, Lisa Mayer, Lückenkemper und Rebekka Haase kann durchaus eine Medaille zugetraut werden. Erst im April gewann Deutschland bei der inoffiziellen Staffel-WM auf den Bahamas. In London siegte die deutsche Staffel nun den zweiten Vorlauf mit 42,34 Sekunden und qualifizierte sich damit souverän für die Entscheidung am Abend (22.30 Uhr).
Am schnellsten waren am Morgen Allyson Felix und die US-Staffel. Die Amerikanerinnen legten mit 41,84 Sekunden eine Jahresweltbestzeit hin. Auch Großbritannien überzeugte mit starken 41,84 Sekunden.
Gelöste Startnummer kostete Spanovic Goldmedaille
10.10 Uhr: Riesenpech für Weitspringerin Ivana Spanovic! Der Serbin fehlten am Freitagabend nur sechs Zentimeter zu Gold, dennoch gab es nicht einmal eine Medaille. Dabei übersprang Spanovic in ihrem letzten Versuch sogar die 7,02 Meter von Goldmedaillen-Gewinnerin Brittney Reese - doch eine abgelöste Startnummer kostete die 27-Jährige den WM-Sieg.
TV-Bilder zeigen, wie Spanovic hinter der Sieben-Meter-Marke landet, doch der vom Rücken weghängende Zettel mit der Startnummer taucht bereits vorher in den Sand ein. Dies wird als offizielle Weite gewertet - die Serbin belegte am Ende mit 6,96 Metern den undankbaren vierten Platz.
Bronze ging an Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Tianna Bartoletta (USA/6,97) mit einem Zentimeter Vorsprung auf Spanovic (6,96). Die deutsche Weitsprung-Meisterin Claudia Salman-Rath hatte im Finale zuvor um Haaresbreite den Endkampf der besten Acht verpasst und wurde Zehnte.
Samstag, 12. August, 6:13 Uhr: Der Abschied von Usain Bolt, das hoch gewettete deutsche Speerwurf-Trio und die Zehnkämpfer stehen am Samstag bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft im Mittelpunkt. Superstar Bolt will zu seinem Karriereende die 4x100-Meter-Staffel Jamaikas in London zu Gold führen - es wäre sein zwölfter WM-Titel. Im Zehnkampf liegen die deutschen Asse Rico Freimuth und Kai Kazmirek nach dem ersten Tag auf Medaillenkurs.
Die Highlights des vorletzten WM-Tages:
Im Hochsprung der Frauen (20.05 Uhr) ist die Stuttgarterin Marie-Laurence Jungfleisch dabei, wenn es um die Medaillen geht. In der Qualifikation übersprang die 26 Jahre alte Olympia-Siebte 1,92 Meter. Kommt sie an ihre Bestleistung heran (2,00 Meter), dann geht vielleicht etwas. Top-Favoritin ist die unter neutraler Flagge startende Russin Maria Lasizkene.
Über 100 Meter Hürden (21.05) steht WM-Debütantin Pamela Dutkiewicz aus Wattenscheid im Finale. Weltrekordlerin Kendra Harrison (USA) - die Schnellste in den Vorläufen - strebt ihren ersten großen Titel an.
Im Speerwurf (21.15) steht aus deutscher Sicht das Finale dieser WM an! Gold, Silber und Bronze für eine Speerwurf-Nation - das klingt wie eine Utopie. Doch Rekordmann Johannes Vetter (Offenburg), Olympiasieger Thomas Röhler (Jena) und Andreas Hofmann (Mannheim) haben es drauf. Sie sind die Nummer 1, 2 und 3 der Jahresweltrangliste. Ganz oben steht Gold-Favorit Vetter mit 94,44 Metern.
Über 5000 Meter (21.20) ist Hochstimmung im Olympiastadion garantiert: Der britische Doppel-Olympiasieger Mo Farah peilt sein drittes WM-Double hintereinander an: Nach seinem Triumph über 10 000 Meter läuft er nun noch einmal die 5000. Das hatten selbst die äthiopischen Ausdauer-Asse Haile Gebrselassie und Kenenisa Bekele nie geschafft.
Im Zehnkampf (Start 1500 Meter 21.45) suchen die "Könige der Athleten" den Nachfolger des Amerikaners Ashton Eaton. Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) und Rico Freimuth (SV Halle) liegen als Zweiter und Dritter des ersten Tages bestens im Rennen. Als Top-Favorit gilt der führende Olympia-Zweite Kevin Mayer aus Frankreich.
Im 4 x 100-Meter-Staffellauf der Frauen (22.30) strebt das DLV-Quartett um die schnelle Gina Lückenkemper eine Medaille an. Dann muss aber schon im Vorlauf (11.35 Uhr) alles passen. An Titelverteidiger Jamaika und dem schnellen US-Quartett führt wohl kein Weg vorbei - der Kampf um Bronze verspricht dagegen mehr Spannung.
Im 4 x 100-Meter der Männer (22.50) heißt es: Good bye, Usain Bolt! Etwas Wehmut wird mitschwingen, wenn der schnellste Mann an diesem Abend des 12. August sein letztes Rennen bestreitet. Das zwölfte WM-Gold wäre das passende Abschiedsgeschenk. Wenn die DLV-Staffel ins Finale will, muss sie an den deutschen Rekord (38,02 Sekunden) heranlaufen.
Video: Bahamas-Sprinterin liegt klar in Führung – ein Drama später ist sie nur Vierte