Die Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag vor dem Landgericht für die drei Männer aus Syrien langjährige Haftstrafen verlangt. Sie fordert für den 27 Jahre alten Hauptangeklagten zwölfeinhalb Jahre Haft, für den 24 Jahre alten Bootsführer sechseinhalb Jahre und für den dritten Angeklagten (34), der sich hauptsächlich um finanzielle Dinge kümmerte, dreieinhalb Jahre Haft. Der Antrag der Verteidigung blieb weit darunter, für den Handlager plädierte sie sogar auf Freispruch.
Die Anklage lautet auf gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern mit Todesfolge.
13 Flüchtlinge starben, zwei Kinder bis heute vermisst
Die Schleuserfahrten führten vom türkischen Izmir über das Mittelmeer nach Griechenland. Bei einer der Passagen stieß ein überladenes Schlauchboot kurz vor der Insel Lesbos mit einem Frachter zusammen. 13 Flüchtlinge starben, zwei Kinder werden bis heute vermisst.