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Das große Renten-1x1: Wie Sie Ihren Ruhestand perfekt absichern

Im Alter auf vieles verzichten zu müssen ist eine der größten Ängste der Deutschen. Doch der Weg zu einer gut abgesicherten Rente ist möglich - wenn Sie im Dschungel der Anträge und Zahlenkolonnen die Orientierung behalten. FOCUS Online gibt einen Überblick, was ins perfekte Rentenpaket gehört.

Gesetzliche Rente

Die gesetzliche Rente wird meistens als erste Säule der Altersvorsorge bezeichnet. Sie richtet sich nach Länge und Höhe der Einzahlungen. Jedes Jahr verschickt die Deutsche Rentenversicherung an alle Versicherten einen Rentenbescheid, in dem die Höhe der Rente geschätzt wird. Die Rente wird brutto ausgezahlt, von dem Betrag müssen Rentner später also Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung zahlen.

Betriebliche Vorsorge

Die zweite Säule der Altersvorsorge ist die betriebliche Altersvorsorge. Der Vorteil der betrieblichen Altersvorsorge ist, dass sie aus dem Bruttogehalt gezahlt wird und dass der Arbeitgeber einen Teil der Beiträge übernimmt. So sinkt das Bruttoeinkommen und damit auch die Steuerlast sowie die Abzüge für Sozialversicherung und Krankenversicherung.

Private Rente

Die Private Rente ist die dritte Säule der Altersvorsorge. Sie ist eigentlich dazu gedacht, die Rentenlücke auszugleichen, die zwischen der gesetzlichen Rente und der betrieblichen Altersvorsorge sowie dem gewünschten Einkommen im Alter besteht. Doch längst ist die gesetzliche Rente so niedrig, dass auch Arbeitnehmer, die sich keinen Luxus-Ruhestand wünschen, vorsorgen sollten.

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1. Die Riesterrente

Bei der Riesterrente erlässt der Staat die Steuern auf die Einzahlungsbeiträge und zahlt zudem einen jährlichen Bonus. Sie lohnt sich vor allem für Durchschnittsverdiener mit vielen Kindern. Geringverdiener, die eigentlich Hauptprofiteure dieser staatlich geförderten Sparform sein sollten, profitieren kaum, wie eine Studie aus dem vergangenen Jahr zeigt . Für Gutverdiener lohnt sich die Rente normalerweise nicht, weil die Endbeiträge eher gering ausfallen und die Einzahlungen gedeckelt sind.

Die Riesterrente gibt es in verschiedenen Formen: als klassische Rentenversicherung, als Sparplan oder als fondsgebundene Riesterrente. Außerdem gibt es die Möglichkeit, einen Bausparvertrag mit einer Riesterrente zu koppeln.

Alles, was Sie zur Riester-Rente wissen müssen, lesen Sie hier.

2. Rentenversicherung/Kapitallebensversicherungen

Renten- und Lebensversicherungen sind die einzige Möglichkeit, sich im Alter eine Zusatzrente zu sichern - egal wie lang man lebt. Die Versicherer zahlen auch dann weiter, wenn die eigene Einlage aufgebraucht ist. Klassische Rentenversicherungen werden heutzutage kaum noch verkauft. Die meisten Produkte auf dem Markt sind fonds- oder aktiengebundene Rentenversicherungen. Grund ist der niedrige Garantiezins: Er sinkt 2017 auf 0,9 Prozent. Kunden, die sich höhere Erträge wünschen, müssen in der Regel auch ein höheres Risiko eingehen - und in Fonds oder Aktien investieren. Die Rendite wird zusätzlich von Beraterprovisionen und Vertragskosten gemindert. Wer sich für eine solche Versicherung interessiert, sollte sich genau nach diesen Kosten erkundigen und sie gegen die angepriesene Rendite aufrechnen.

3. Sparplan

Sparpläne sind dazu gedacht, selbstständig jeden Monat einen bestimmten Betrag zu sparen. Dieser wird je nach Vereinbarung auf einem normalen Konto, in ETFs, gemanagten Fonds oder in Aktien angelegt. Sie sind eine sehr gute Alternative für junge Sparer und solche, die sich nicht binden wollen. In der Regel kann man Raten selbstständig aussetzen oder aufstocken. Über einen langen Zeitraum haben vor allem Börsensparpläne mit Aktien, ETFS oder Fonds eine deutlich bessere Rendite als Versicherungen - allerdings bieten sie auch weniger Sicherheit.

Der große Vorteil ist hier der sogenannte "Cost-Average-Effekt". Das bedeutet, dass der Sparer jeden Monat Anteile an einem Fonds oder einer Aktie kauft. Egal wie sie gerade steht. Ist der Kurs hoch, kauft er wenige Anteile. Ist der Kurs niedrig, kauft er viele Anteile. So bekommt der Sparer Schwankungen nach unten weniger stark zu spüren als Schwankungen nach oben.

Achtung: Wer in Aktien und Fonds investiert kann sein Geld auch komplett verlieren. Eine garantierte Rendite gibt es nicht. Deswegen eignet sich diese Anlageform zwar sehr gut für den Anfang und als Zusatzanlage, spätestens zehn Jahr vor Rentenbeginn sollte man allerdings anfangen sein Geld in sicherere Sparformen umzuschichten.

4. Immobilien

Forscher haben jüngst herausgefunden, dass Immobilien in den vergangenen hundert Jahren eine bessere Rendite hatten, als Aktien. Alle Informationen dazu finden Sie in diesem Video:

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folsd/
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