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Verfassungsschutz war informiert
"Ende Dezember rappelt es": Häftling warnte angeblich schon vor Monaten vor Anschlag

„Ende Dezember rappelt es in München und zeitgleich in Berlin": Diese Worte soll der Häftling Stephan V. seinem Anwalt Ende Juli geschrieben haben. Zu dem Zeitpunkt befand sich der Mann in der JVA Willich in Nordrhein-Westfalen wegen Betrugs.

Das geht aus einem Bericht der „Bild"-Zeitung hervor. Stephan V. berichtet darin von vier Mithäftlingen aus Tunesien und Afghanistan, die sich zur Terrormiliz IS bekannt haben sollen. Sie hätten offen über geplante Anschläge gesprochen.

Der Anwalt des Inhaftierten habe den Brief Anfang August an den Verfassungsschutz weitergeleitet. Daraufhin sei Stephan V. vernommen worden. Der Häftling habe Auskunft über die geplanten Anschläge gegeben, auch nannte er einige Namen – darunter auch den eines Tunesiers namens Anis. Auf Anfrage der Zeitung hätten die Ermittlungsbehörden sich nicht äußern wollen.

Verschwand nach Berlin

Nach FOCUS-Informationen plante der mutmaßliche Berliner Attentäter Anis Amri spätestens seit dem Sommer 2016 Anschläge in Deutschland. Dies berichtete ein V-Mann am 21. Juli 2016 dem Landeskriminalamt (LKA) in Nordrhein-Westfalen.

Demnach soll Amri im kleinen Kreis des Terrornetzwerks um den Hassprediger Abu Walaa aus Hildesheim wiederholt von seinen Attentatsplänen gesprochen haben. Anschließend verschwand der Tatverdächtige im Sommer 2016 endgültig nach Berlin. Sein Gepäck ließ er allerdings bei seinen Brüdern in Hildesheim.

Zwei Millionen Euro transferiert

Monate zuvor versuchte die Gruppierung um Abu Walaa vergeblich, Anis Amri nach Syrien zu den Terror-Milizen des „Islamischen Staates" zu schleusen. Das Netzwerk um den inzwischen inhaftierten Web-Imam Abu Walaa soll ein Dutzend junge Muslime zum IS vermittelt haben, sieben weitere Kandidaten scheiterten.

Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft zufolge soll die Gruppierung zwei Millionen Euro an die IS-Kämpfer transferiert haben. Das Geld stammte den Ermittlungen zufolge aus Spenden, Einbrüchen und Betrügereien mit Handyverträgen.

Das sind die Bilder, die Anis Amri vor der Moschee in Berlin zeigen

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cvh/
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