+++ Nach ihm fahndet die Polizei – was wir über Anis A. wissen +++

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  EILMELDUNG   21.12.2016, 13:00
Anschlag in Berlin
Nach ihm fahndet die Polizei – was wir über Anis A. wissen

In Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt verfolgen die Ermittler offenbar mit Hochdruck eine neue Spur: Die Polizei fahndet nach dem Tunesier Anis A. – die Ermittler haben in dem für die Tat benutzten Lkw ein Ausweisdokument gefunden. Im August wurde er bereits einmal festgenommen, die Polizei ließ ihn jedoch laufen.

Welche Informationen gibt es über den Mann?

  • Anis A. hat offenbar mehrere Pässe und mehr als zehn Namen benutzt, wie "RP-Online" berichtet. Er könnte zwischen 21 und 23 Jahren alt sein. Er stammt aus der tunesischen Stadt Tataouine. Bekannt sind von ihm Wohnsitze in Berlin und Dresden. Seine Duldungspapiere wurden im nordrhein-westfälischen Kleve ausgestellt.
  • Nach Informationen des „RBB" soll Anis A. verletzt sein. Deswegen durchsuchen die Ermittler auch alle Krankenhäuser in Berlin und Brandenburg. Gleichzeitig sind umfrangreiche Polizeimaßnahmen in NRW angekündigt.

Was ist der Stand seines Asylverfahrens?

  • Der Verdächtige soll ein Asylverfahren in Deutschland laufen haben, das aber noch nicht abgeschlossen ist. 2012 soll er nach Italien eingereist sein. Im April 2016 hat er Asyl in der Bundesrepublik beantragt, soll sich aber bereits seit Juli 2015 in Deutschland aufhalten.

  • Die „Rheinische Post" berichtet, dass sich Anis A. in Kleve als Ägypter ausgegeben habe. Eine Einladung des Bamfs habe er verstreichen lassen. Laut Bericht war er den Behörden als „Problemfall" bekannt.

  • Die „Rheinische Post" berichtet zudem, dass es offenbar zu einem Behördenchaos gekommen ist. Denn die Behörden in NRW seien nicht mehr für Anis A. zuständig gewesen, als er sich in Berlin aufgehalten habe.

Ist er polizeibekannt?

  • A. wurde bereits im August 2016 von der Polizei in Friedrichshafen festgenommen. Damals wurden bei ihm italienische Ausweispapiere gefunden. Er ist der Polizei wegen Körperverletzung bekannt, konnte aber noch nicht angeklagt werden, weil er untergetaucht ist.

  • Die Polizei habe sogar bereits die Telekommunikation des Verdächtigen überwacht. Er soll sich bei einem Polizeiinformaten erkundigt habe, ob dieser Schusswaffen besorgen könnte. Ein Ermittler sagte der Zeitung, ihm sei unklar, warum Anis A. aus dem Blickfeld der Polizei verschwinden konnte.

  • Der Tunesier gilt als Gefährder und sei laut Ermittlern brandgefährlich. Er könnte Mitglied eines großes Islamisten-Netzwerks sein.

Im Video: Muslime vor der Gedächtniskirche in Berlin setzen Zeichen gegen Extremismus

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cp/jr/mit Agenturmaterial
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