+++ Hamburger SV wehrt sich nicht, Todt als Symbol für Absturz +++

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HSV in der Krise
Hamburger SV wehrt sich nicht, Todt als Symbol für Absturz

Der HSV taumelt in der Bundesliga wieder dem Abstieg entgegen - ob sich der Club zum dritten Mal in vier Jahren in der Relegation rettet? Nach dem Offenbarungseid beim FC Augsburg übt Sportdirektor Jens Todt keinerlei Kritik an seiner Mannschaft. Im Gegenteil.

"Es war ein unglaublicher Kraftakt, überhaupt wieder in Schlagdistanz mit der Konkurrenz zu kommen. Man muss schauen, woher wir kommen nach der Hinrunde."

Diese Worte stammen von Jens Todt, dem Sportdirektor des Hamburger SV.

Todt hat die Sätze gesagt nach dem desaströsen 0:4 am 31. Spieltag beim FC Augsburg.

Kampf, Wille und Einsatz

Todt, seit Winter bei den Hanseaten in der Verantwortung, irritierte mit seinen Aussagen nach dem katastrophalen Auftritt bei den ebenfalls gegen den Abstieg spielenden Augsburgern.

Der FCA hatte dem HSV vorgemacht, dass im Abstiegskampf Kampf, Wille und Einsatz zählen.

Dass bei den Hamburgern all diese Tugenden fehlten, erkannte die Social-Media-Abteilung des HSV und teilte das auf Twitter mit.

Kritik an den eigenen Spielern gab es von Sportdirektor Todt indes keine zu hören. "Der HSV steckte schon in einer schwierigeren Situation", sagte Todt im Interview mit Sky und sprach sich - für seine Zeit in der Rückrunde - quasi von Schuld an der mal wieder bedrohlichen Lage frei.

HSV auf dem Relegationsrang

Mit der Niederlage beim FCA rutschten die Hanseaten also auf Relegationsrang 16 ab.

"Das ist ein schlimmer, ein rabenschwarzer Tag für uns. Ich bin überzeugt, dass wir die Klasse halten, wir haben noch zwei Heimspiele", meinte Todt weiter und erkannte immerhin: "Wenn wir so spielen wie heute, werden wir die Klasse aber verlassen."

Todt, der in der Hinrunde bei Zweitligaabsteiger Karlsruher SC entlassen worden war, war am frühen Sonntagabend dann in der Sendung "Sky90" zu Gast.

Jens Todt fühlt sich "machtlos"

"Ich habe auf der Autofahrt (vom nahe gelegenen Augsburg, d. Red.) erstmal ein bisschen geschlagen. Das erschöpft einen, wenn man da sitzt und machtlos ist", sagte Todt. "Das erschöpft einen schon."

Es könne sein, dass die Mannschaft gerade, nachdem sie sich Monate lang hochgefahren hat, "kopfmüde" ist, analysierte Todt und versicherte: "Wir werden auf gar keinen Fall auf die Mannschaft einprügeln."

Stiehlt sich HSV-Boss aus der Verantwortung?

Todt stahl sich in einer Situation, in der das Team eigentlich klare Ansagen braucht, vielmehr aus der Verantwortung.

"Man überschätzt die öffentliche Wirkung der Kritik eines Sportdirektors", meinte er. "Wir werden uns auf keinen Fall von der Mannschaft distanzieren."

Es sind Sätze, die man selten von einem Verantwortlichen hört. Abwehrspieler Mergim Mavraj, in Augsburg defensiv fast nie auf der Höhe, wurde deutlicher.

"Das war nicht erstligareif", sagte der 30-Jährige. Klare Kante. Todt dagegen hinterließ nicht den Eindruck, als könne er die Mannschaft noch wachrütteln.

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pm/
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