+++ Schlammmassen überrollen Stadt: Hunderte Tote bei Unwetterkatastrophe befürchtet +++

Wenn dieser Newsletter nicht korrekt dargestellt wird, klicken Sie bitte hier.  
zur FOCUS Online Startseite zur Startseite
News-Service: Aus aller Welt
Überschwemmungen in Kolumbien
Schlammmassen überrollen Stadt: Hunderte Tote bei Unwetterkatastrophe befürchtet

Bei dramatischen Überschwemmungen und Erdrutschen sind in der südkolumbianischen Stadt Mocoa mindestens 102 Menschen ums Leben gekommen. 185 Einwohner wurden verletzt und weitere 200 wurden vermisst, wie die Feuerwehr mitteilte. Ganze Wohnviertel wurden unter Schlammmassen begraben.

Nach heftigem Regen waren drei Flüsse über die Ufer getreten. Wasser- und Schlammmassen trafen 17 Stadtviertel von Mocoa, wie der Direktor des nationalen Notdienstes, Carlos Iván Márquez, sagte. Die Verbindung auf dem Landweg nach Mocoa ist wegen der Zerstörung von zwei Brücken unterbrochen.

Präsident Juan Manuel Santos sagte eine Kuba-Reise ab, um in die Katastrophenregion zu fahren. "Diese Tragödie lässt alle Kolumbianer trauern", betonte er. Er habe auch Einheiten der Streitkräfte in die Region beordert.

Erst vor kurzem waren bei schweren Überschwemmungen in Peru rund 100 Menschen getötet worden - dort aber hatte es nicht ein so katastrophales Einzelereignis gegeben, die Erdrutsche und Überschwemmungen überraschten viele im Schlaf.

Medizinische Versorgung in Mocoa nicht mehr gewährleistet

Mocoa liegt in der Nähe der Grenze zu Ecuador, rund 630 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Bogotá entfernt.

Angesichts der hohen Zahl von Verletzten könne die medizinische Versorgung in Mocoa nicht mehr gewährleistet werden, erklärte die zuständige Gouverneurin Sorrel Aroca Departements Putumayo. "Uns fehlt Personal, um den Opfern der Tragödie zu helfen", sagte die Gouverneurin dem Radiosender Caracol.

In Mocoa sei die Strom- und Wasserversorgung ausgesetzt worden, erklärte der Bürgermeister José Antonio Castro. "Mein Haus wurde zerstört, der Schlamm steht bis an die Decke", sagte der Bürgermeister. In der Stadt leben 40 000 Menschen.

Im Video: US-Forscher entdecken See unter Erdkruste - er könnte zur tödlichen Gefahr für alle werden

zur aktuellen Meldung »
jr/dpa
ZUM THEMA
Erdrutsch reißt ganze Wohnviertel weg: 90 Tote und hunderte Vermisste in Kolumbien
Aus aller Welt: aktuelle Meldungen
Figur sollte entzündet werden
20 Karneval-Besucher bei Explosion nahe Paris verletzt - Behörden sprechen von Unfall
Eine heftige Explosion hat den Pariser Vorort Villepinte erschüttert. Wie französische Medien berichten, wurden mindestens 20 Personen teils schwer verletzt. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich um einen Unfall bei einem Karnevalsumzug, nicht um eine Terror-Attacke. »
"Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes"
Erdrutsch reißt ganze Wohnviertel weg: 90 Tote und hunderte Vermisste in Kolumbien
Bei Erdrutschen und Überschwemmungen im Süden Kolumbiens sind nach Angaben des Roten Kreuzes mindestens 90 Menschen ums Leben gekommen, hunderte weitere werden nach Behördenangaben vermisst. Die Behörden sprechen von einer "Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes". »
Für Anregungen und Verbesserungsvorschläge stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Schreiben Sie an: webmaster@focus.de
Wenn Sie diesen Newsletter künftig im Text-Format erhalten wollen, klicken Sie hier.
Wenn Sie diesen Newsletter abbestellen wollen, klicken Sie hier.
Weitere Newsletter von FOCUS Online finden sie hier.
Verantwortlich für diesen Newsletter: FOCUS Online Group GmbH
St. Martin Str. 66, D-81541 München
Tel. 089/92 50 - 3292, E-Mail: redaktion@focus.de

Geschäftsführer: Daniel Steil, Jürgen Schlott, Andreas Laube, Amtsgericht München, HRB 97887