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DVAG gegen AWD
Der verratene Verräter: Das steckt hinter der Rufmord-Kampagne gegen Carsten Maschmeyer

Zwölf Jahre seines Lebens hat Stefan Schabirosky einen Rachefeldzug gegen Carsten Maschmeyer und den AWD geführt. Er war der Verräter und wurde am Ende von seinem Auftraggeber selbst verraten. FOCUS Online gibt Einblicke, was wirklich dahinter steckt.

Es klingt wie die Geschichte aus einem Krimi, doch es scheint Realität zu sein. Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) soll den ehemaligen Mitarbeiter des Allgemeinen Wirtschaftsdients (AWD), Stefan Schabirosky, jahrelang dafür bezahlt haben, eine Rufmord-Kampagne gegen Carsten Maschmeyer zu führen.

Eine halbe Million Euro Gehalt

Nach FOCUS-Online-Informationen hat der 46-Jährige dafür rund eine halbe Million Euro kassiert. Gehofft hatte er jedoch auf zwei bis drei Millionen. Insgesamt sechs Jahre arbeitete der Rufmörder intensiv an seiner Mission. Zuerst verdiente er 6000, dann 7500, danach 10.000 und schlussendlich 15.000 Euro im Monat. Hinzu kommt eine Einmalzahlung von 50.000 Euro.

In den Verträgen zwischen Schabirosky und der DVAG wird seine Stelle zur Tarnung offiziell als externer Controller bezeichnet. Das hat er in Wahrheit nie gelernt. Der Insider ist Versicherungsvertreter. Er arbeitete bei der Vermögensberatung freiberuflich und schrieb Rechnungen. Die Spesenabrechnung namens „Auslagen Dienstleistungen" seien in Wirklichkeit Abrechnungen von Anwaltshonoraren gewesen. Die Anwälte habe Schabirosky damit beauftragt, anonyme Klagen gegen Maschmeyer einzureichen.

2011 vollzog der Rufmörder seinen letzten großen Job seiner Schmutz-Kampagne. „Der Drückerkönig und die Politik" – eine Dokumentation der Panorama-Redaktion des ARD über Maschmeyer. Die Informationen stammen von dem Insider, es war der bislang größte Bericht über die angeblichen Maschmeyer-Machenschaften.

Mehr als 4000 Beweismittel

Schabirosky sammelte in den letzten Jahren akribisch alle Beweise und schrieb das Buch: „Mein Auftrag: Rufmord". Nach FOCUS-Online-Informationen behauptet Schabirowsky, er könne jeden Absatz seines Buches belegen.

Mehr als 4000 Belegdokumente sollen sich seit 2003 angesammelt haben – darunter Konversationen mit Journalisten, Verträge mit der DVAG und E-Mails mit den Strippenziehern der DVAG: Friedrich Bohl, ehemaliger Kanzleramtsminister und Aufsichtsratschef der Vermögensberatung und Joachim Ernst, Direktor der DVAG und Ansprechpartner für Schabirosky.

Der Rufmörder soll seine Strippenzieher regelmäßig über seine Tätigkeiten und Erfolge informiert haben. Auch anstehende Pressemeldungen über Maschmeyer und den AWD kündigte er angeblich per Mail an. Lediglich für den vereinbarten Bonus nach erfolgreich abgeschlossener Arbeit in siebenstelliger Höhe gebe es nur einen Handschlag. Der Rest sei wasserdicht.

Vom Verräter zum Verratenen

Zu seinem Opfer Carsten Maschmeyer habe Schabirosky seit einem Jahr wieder Kontakt. Angeblich wollte er sich entschuldigen. Die DVAG hatte Schabirosky den per Handschlag versprochenen Bonus nie gezahlt. Auch vor Gericht hatte er keine Chance. Am Ende wurde der Verräter selbst verraten. „Ich liebe den Verrat, aber ich hasse den Verräter" – das Zitat von Julius Caesar könnte ebenso von Stefan Schabirosky stammen.

Im Video: Carsten Maschmeyer warnt vor einer neuen Immobilienblase

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