Sie sind der Traum jedes Haushaltsmuffels: kleine Saugroboter, die ganz von selbst die ganze Wohnung von Staub befreien, während man selbst auf der Arbeit oder im Fitnessstudio weilt oder einfach entspannt die Füße hochlegt.
Diesen Traum zerstört die Stiftung Warentest leider mit ihrem neuesten Test. Sie ließ kleine Saugroboter im Labor über Teppiche fahren, durch Testräume gleiten und im Dunkeln manövrieren. Das ernüchternde Ergebnis: Keines der Geräte saugte so gut wie ein gewöhnlicher Bodenstaubsauger dies tut.
Viele Nachteile
Aufgrund der geringeren Saugleistung nehmen sie weniger Staub auf, haben Probleme beim selbstständigen Saugen im Dämmerlicht und sind trotz ihrer kompakten Bauart relativ laut. So reicht es im Test auch nur bei einem Gerät, dem Kobold VR200 von Vorwerk, für die Testnote gut. Der Roomba 980 landet mit einem „Befriedigend" auf Platz 2, der Miele Scout RX1 Red erreicht nur ein „Ausreichend", wegen seiner schlechten Saugleistung.
Neben den genannten Nachteilen kommt mit den kleinen Saugrobotern zudem noch ein Problem für Allergiker hinzu. Sie stoßen mehr Staub wieder aus als die großen Saug-It-Yourself-Geräte und können so für Atemprobleme sorgen. Den ausführlichen Bericht der Stiftung Warentest lesen Sie hier.
Viel Geld
Der größte Nachteil der Geräte bleibt allerdings ihr Preis. Selbst das günstigste der sechs Testgeräte ist mit knapp 360 Euro mehr als doppelt so teuer wie ein guter Bodenstaubsauger. Der Testsieger von Vorwerk kostet gar 725 Euro, der zweitplatzierte Roomba schlägt mit knapp 1000 Euro zu Buche. Ziemlich viel Geld für ein Gerät, dem man am Ende trotzdem noch per Hand hinterherwischen muss.
Im Video: Saug-Roboter im Duell: Wer staubsaugt besser?