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Gefahr für Herz und Lunge
Grippewelle besonders stark! Wann Grippe wirklich lebensbedrohlich wird

Viele Menschen liegen mit Husten, Schnupfen und Fieber flach. Die diesjährige Grippewelle ist besonders stark, wie das Robert-Koch-Institut meldet. Damit aus einer schweren Erkrankung keine lebensbedrohliche wird: FOCUS Online erklärt, bei welchen Komplikationen Sie sofort zum Arzt müssen.

Kein Appetit, starke Müdigkeit, hohes Fieber – sogar über 40 Grad: Das sind typische Grippeanzeichen . Dazu kommen meist Kopfweh, Schleim in der Nase, Fieber und schmerzende Glieder.

Für einen gesunden Erwachsenen ist die Erkrankung in der Regel kein Problem. Doch grundsätzlich kann jeder Virusinfekt, ob Erkältung, Grippe oder Bronchitis zu Komplikationen wie einer Herzmuskelentzündung führen. Das erläuterte Peter Walger, Leitender Arzt am Johanniter-Krankenhaus in Bonn, im Gespräch mit FOCUS Online .

Ist jemand an Grippe erkrankt, vermehren sich die Viren sehr schnell . Die Infektion schwächt die Atemwegsschleimhäute und das gesamte Immunsystem. Dadurch ist der Körper anfälliger für eine zusätzliche bakterielle Infektion.

Eine lebensbedrohliche Komplikation ist die Lungenentzündung. Außerdem gehören Nasennebenhöhlenentzündungen, eine eitrige Bronchitis sowie Mittelohrentzündungen zu den Infektionen, die oft zusätzlich entstehenden. Darüber hinaus kann eine Grippe das Herz-Kreislauf-System schädigen.

Auf diese Anzeichen sollten Sie achten

„Für Lungen- oder Herzmuskelentzündungen gibt es Anzeichen", sagt Walger. Der Kranke fühlt sich richtig schlecht, er will nicht aufstehen und bekommt unter körperlicher Belastung sogar manchmal Luftnot.

Wenn zudem der Blutdruck absinkt, das Herz unregelmäßig schlägt und Schwindel hinzukommt, können das Alarmzeichen sein. Tatsächlich sei es jedoch selten, dass eine Infektion sich auf die Organe schlägt, sagt der Infektiologe.

Wenn Husten zur Erkrankung hinzukommt, betrifft das die oberen Atemwege. Der Betroffene fühlt sich in der Regel kränker als vorher. Gleichzeitig kann Husten auf eine Luftröhrenentzündung oder eine Bronchitis hindeuten.

Wer Symptome von Herzmuskel- und Lungenentzündung feststellt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen. Dieser kann die Infekte gut behandeln, sodass sie üblicherweise komplett ausheilen.

Diese Menschen sind besonders anfällig für Komplikationen

Wer ein schwaches Immunsystem hat, weil es beispielsweise durch eine chronische Erkrankung wie Diabetes mellitus geschwächt ist, hat ein erhöhtes Komplikationsrisiko. Außerdem sind Säuglinge, kleine Kinder, Ältere und Schwangere besonders gefährdet.

Für all diese Menschen empfehlen die Experten des Robert-Koch-Instituts, sich auch jetzt noch impfen zu lassen . Wenn Komplikationen drohen oder jemand zu einer Risikogruppe gehört, können unter Umständen auch Arzneimittel sinnvoll sein, die sich direkt gegen die Viren richten (Virostatika) . Sie wirken jedoch nur, wenn ihre Einnahme innerhalb der ersten 48 Stunden der Erkrankung beginnt.

Video: Wie Sie gesund bleiben, wenn alle Grippe haben

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keko/lik/
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