Dass der WM-Held Mario Götze für längere Zeit ausfällt ist sicher. Unsicher dagegen ist der genaue Grund . Bekannt ist, dass der Fußballer an einer Stoffwechselerkrankung leidet . Verschiedene Medien sprechen von einer metabolischen Myopathie. Doch was verbirgt sich hinter der bisher wenig bekannten Krankheit?
Es handelt sich um eine Erkrankung der Muskulatur. Bei dieser Stoffwechselstörung baut der Körper Substanzen nur unzureichend um oder ab . Die Stoffe und Stoffwechselzwischenprodukte reichern sich im Körper an. Etwa zwei Prozent der Bevölkerung leiden an diesem Fehler in der muskulären Energieverwertung.
1. Ursachen, Auslöser, Risikofaktoren für die metabolische Myopathie
In der Regel ist die Stoffwechselerkrankung angeboren. Durch eine genetische Störung läuft der aerobe oder anaerobe Energiestoffwechsel nicht rund. Das kann sich unter anderem auf den Stoffwechsel der Fette oder der Kohlehydrate auswirken.
Zu angeborenen metabolischen Myopathien zählen:
- Mitochondriale Erkrankungen
- Glykogenspeichererkrankungen
- Lipidmyopathien
- Einzelenzymstoffwechselerkrankungen
2. Symptome: Diese Anzeichen haben Betroffene der metabolischen Myopathie
Bei Mario Götze deuten die häufigen Muskelverletzungen auf eine metabolische Myopathie hin. Je nachdem wie ausgeprägt die Erkrankung ist, zeigt sie sich durch Muskelschwäche, Muskelkrämpfe, und sogar Muskelschwund. Außerdem ist das Muskelenzym Kreatinkinase erhöht.
Die Symptome treten meist nicht ständig auf, sondern in Episoden. Wenn kurze Anstrengungen wie Sprints die Beschwerden auslösen, ist in der Regel der Kohlehydrat-Stoffwechsel gestört. Trifft es jemanden nach Ausdauerbelastungen wie Radfahren oder Wandern, ist der Fettstoffwechsel das Problem.
3. Diagnose: So stellen Ärzte die metabolische Myopathie fest
Zunächst schließen Experten aus, dass es sich um eine andere nicht entzündliche oder entzündliche Muskelerkrankung wie etwa Rheuma oder Arthritis.
In einer umfangreichen Blutuntersuchung kontrollieren Mediziner verschiedene Werte, die beispielsweise über die Enzymaktivität Aufschluss geben. Zudem kann eine Magnetresonanztomografie (MRT) zur richtigen Diagnose führen. Insbesondere wenn die Ärzte eine Probe nehmen wollen (Biopsie), hilft sie, den geeigneten Muskel auszuwählen.
4. Therapie: So wird die metabolische Myopathie behandelt
Aktuell ist die Stoffwechselerkrankung nicht heilbar. Doch sie ist therapierbar. Je nachdem um welche Form es sich handelt, variiert die Behandlungsform. Die Betroffenen sollen sich körperlich wenig belasten. Zusätzlich kann Krankengymnastik die Beschwerden lindern.
„Ausdauertraining ist sinnvoll, da sich hierbei der Muskel früher an Blutzucker und Fettsäuren als Energielieferant adaptiert", schreiben die Experten des Friedrich-Baur-Instituts am Klinikum der Universität München zur Glykogenspeichererkrankung.
Außerdem empfehlen Mediziner, auf die Ernährung zu achten: Sie sollte ausgewogen sein und an die Form der metabolischen Myopathie angepasst.
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