+++ Pfiffe für Werner bei Podolskis Abschied +++

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Deutschland - England im Live-Ticker
Pfiffe für Werner bei Podolskis Abschied

Mach's gut, Poldi! Das Testspiel gegen England ist Lukas Podolskis 130. und letzter Einsatz für die Nationalmannschaft. Entsprechend emotional wird es in Dortmund. Darüber hinaus prüft Bundestrainer Joachim Löw die Form seiner Truppe zum Auftakt des Länderspiel-Jahrs.

Deutschland - England (20.45 Uhr)

Deutschland: ter Stegen - Kimmich, Rüdiger, Hummels, Hector - Kroos, Weigl - Sané, Podolski - Brandt, Werner
England: Hart - Cahill, Keane, Smalling - Walker, Bertrand - Livermore, Dier - Lallana, Alli - Vardy

20.39 Uhr: Die Choreografie der Südtribüne zeigt eine große Narrenkappe in Schwarz-Rot-Gold, darunter steht groß "Poldi".

20.36 Uhr: Längst nicht alle Fans in Dortmund pfeifen gegen Werner - aber immer noch genug, dass es im ganzen Stadion zu hören ist.

20.32 Uhr: ARD-Experte Mehmet Scholl huldigt Podolski - mit einer Einschränkung. "130 Länderspiele macht man nicht, wenn man Hofnarr oder Gaukler ist. Eigentlich hätte es bei so einer Karriere für die besten Vier der Welt reichen müssen. Bei Lukas ist die Geselligkeit auch mal auf Kosten der Zielstrebigkeit gegangen", sagt er.

20.30 Uhr: Englands Trainer Gareth Southgate spricht über den Anschlag von London. "Wir sind in Gedanken bei den Familien, die Angehörige verloren haben. Für uns bedeutet das, dass wir ein Teil der gesamten Bevölkerung sind, die zusammenhält. Jeder von uns wusste, dass keiner unserer Familien passiert ist. Alles andere haben wir den Verbandsverantwortlichen überlassen", sagt er.

20.26 Uhr: Fast zweieinhalb Jahre hat es gedauert, um Podolski mal wieder von Beginn an in der Nationalmannschaft zu sehen.

20.21 Uhr: Auf englischer Seite gibt Verteidiger Michael Keane vom FC Burnley sein Nationalelf-Debüt.

19.48 Uhr: Viel wichtiger als Podolskis Abschied oder die Frage, wer in welcher Startformation steht, ist das, was aktuell in London passiert. Der DFB sendet eine deutliche Botschaft an alle Briten.

19.42 Uhr: Brisant: Werner hat unter anderem in Dortmund nach mehreren unsportlichen Aktionen in dieser Saison einen schlechten Ruf, auch sein Verein RB Leipzig ist beim BVB-Anhang sehr unbeliebt. Womöglich lassen die Fans ihn das auch heute spüren.

19.35 Uhr: Timo Werner bekommt bei seinem Debüt gleich die Chance von Beginn an. Thomas Müller nimmt zunächst auf der Bank Platz.

19.19 Uhr: Bei Podolski selbst brennt Twitter natürlich auch vor diesem historischen Moment.

18.58 Uhr: Handball-Legende Stefan Kretzschmar lobt Podolskis immer lockere Art auf und neben dem Platz.

Und noch eine Anekdote, die zeigt, was für ein Typ Podolski trotz allen Drucks als Profifußballer immer geblieben ist:

18.00 Uhr: Auch Jerome Boateng lässt Podolski spezielle Grüße zukommen.

17.10 Uhr: Nur zwei Spieler liefen öfter für die Nationalmannschaft auf als Podolski, nämlich Lothar Matthäus und Miroslav Klose. Entsprechend rieselt es jetzt Würdigungen von ehemaligen Weggefährten. Philipp Lahm etwa bedankt sich für die Erinnerungen.

16.45 Uhr: Löw muss auch ohne Sami Khedira auskommen. Der Mittelfeldspieler von Juventus Turin hat eine Knochenhautreizung am linken Knöchel, berichtete Co-Trainer Marcus Sorg in einem Interview auf der DFB-Homepage. Khedira sei bereits angeschlagen aus Italien angereist.

"Heute Mittag wurde nun entschieden, dass Sami gegen England nicht eingesetzt wird - aber wirklich nur als reine Vorsichtsmaßnahme", sagte Sorg.

15.50 Uhr: Dieser Jahresauftakt hat es in sich. Deutschland trifft im ersten Länderspiel 2017 auf den Dauerrivalen England. Und: Lukas Podolski verabschiedet sich in Dortmund nach fast 13 Jahren aus der Nationalmannschaft.

Der Abschied: Lukas Podolski sagt Tschö! Da wird auch der Bundestrainer sentimental. "So ein Mensch wie der Lukas wird uns fehlen", sagte Joachim Löw. Als besondere Geste gibt es deshalb im 130. und letzten Länderspiel eine Premiere für den Ur-Kölner. Podolski darf erstmals die DFB-Auswahl mit der schwarz-rot-goldenen Spielführerbinde aufs Feld führen. Der 31-Jährige findet die späte Kapitäns-Ehre "sensationell".

Podolskis Abschied ist auch eine Zäsur für Löw. Der künftige Japan-Profi ist der letzte verbliebene Akteur, der 2004 schon für Deutschland spielte, als der heutige Chefcoach noch nicht beim DFB war. Zudem verabschiedet sich mit Podolski der letzte Akteur aus dem Sommermärchen-Kader von 2006 aus der Nationalmannschaft. "Highlight war die Heim-WM", erinnerte Podolski an den berauschenden Fußball-Sommer.

Video: Löw überrascht Podolski

Das Personal: Kurzfristig muss Löw auf gleich drei Offensivspieler verzichten. Mesut Özil und Julian Draxler haben Oberschenkelprobleme. Mario Gomez zwickt es in der Leiste. Das erhöht die Einsatzchancen von Timo Werner. Der 21-Jährige könnte zum 87. Debütanten unter Löw und zum ersten deutschen Nationalspieler von RB Leipzig werden. Noch nicht verkündet hat Löw, wer Manuel Neuer im Tor vertritt. Favorit ist Marc-André ter Stegen, der im November bei der letzten Neuer-Absenz gegen San Marino (8:0) spielte. Bernd Leno kam danach im Test gegen Italien (0:0) zu einem 90-Minuten-Einsatz. Als dritten Torwart nominierte Löw Kevin Trapp von Paris Saint-Germain nach, der wie Werner noch ohne DFB-Einsatz ist.

Der Gegner: Löw sieht England "im Wandel". Wieder einmal. Nach dem peinlichen EM-Aus 2016 unter Roy Hodgson gegen Island und dem unrühmlichen Intermezzo von Sam Allardyce hat Gareth Southgate als Trainer übernommen. Der Elfmeterfehlschütze aus dem EM-Halbfinale 1996 nimmt sich auch das DFB-Team zum Vorbild, setzt auf mehrere blutjunge Spieler und Ballbesitz-Fußball. Kapitän Wayne Rooney (31) wurde für den Germany-Test, obwohl fit, nicht berücksichtigt. Die Gesichter der Zukunft sind bei den Three Lions Dele Alli (20) und Eric Dier (23) von Tottenham Hotspur oder Rooneys Erbe bei Manchester United Marcus Rashford (19).

Die Historie: England ist ein Lieblingsgegner der deutschen Nationalmannschaft - und das nicht nur bei Elfmeterschießen. Seit dem verlorenen WM-Finale 1966 gab es gegen das Fußball-Mutterland bei Turnieren keine K.o.-Niederlage mehr. 1970, 1990, 1996 und 2010 gab es bei Welt- und Europameisterschaften teils spektakuläre Siege. Nur 2000 musste man sich in der EM-Gruppenphase 0:1 geschlagen geben. Die Gesamtbilanz ist allerdings immer noch negativ. Von 34 Vergleichen konnte Deutschland zwölf gewinnen. 16 Partien wurden verloren. Sechsmal gab es keinen Sieger.

Fast schon kurios: Seit fast 30 Jahren gab es für die DFB-Auswahl keinen Heimsieg mehr gegen England. 1987 gelang dies zuletzt beim 3:1 im Test in Düsseldorf. Die Torschützen damals: zweimal Pierre Littbarski und Wolfram Wuttke. 2001 setzte es das historische 1:5 in München. Vor genau einem Jahr verlor Löws Team 2:3 in Berlin.

Video: Schweinsteigers Vermächtnis bei Manchester United

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