+++ So berechnen Sie, wann sich Dämmen für Ihr Haus lohnt +++

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Dämm-Rechner
So berechnen Sie, wann sich Dämmen für Ihr Haus lohnt

Ein ungedämmtes Haus darf man in Deutschland kaum noch bauen. Auch Nachrüstungen liegen im Trend. Dabei ist die Dämmung vor allem eins: teuer. FOCUS Online rechnet vor, wann sich die Maßnahmen rentieren.

Dämmvorhaben sind teuer. Dafür sollen sie Energiekosten einsparen. Doch die Rechnung geht nicht immer auf. FOCUS Online rechnet Ihnen vor, wann sich Dämmen für Ihr Haus lohnt.

Dämmbeispiel 1: Reihenhaus, 80 Quadratmeter, Baujahr 1978

Das Dachgeschoss dieses Hauses wird als Lagerfläche genutzt. Außerdem hat die Immobilie ein zweischichtiges Mauerwerk mit Luftspalt und ein Spitzdach. Die Ölheizung stammt noch aus dem Baujahr. Gedämmt werden soll in den nächsten drei bis sechs Monaten.

Rechnung: Bei dem Beispielhaus empfiehlt sich eine Kellerdeckendämmung. Die Investitionskosten liegen bei 4500 Euro. Von der KFW erhalten Sie einen Zuschuss von 450 Euro. Nach 20 Jahren beträgt die Energieersparnis 6100 Euro. Durch das Dämmen sparen Sie nach 20 Jahren also abzüglich der Investition 2100 Euro.

Erklärung zum Mauerwerk: Häuser mit Baujahr zwischen 1860 bis 1990 wurden oft zweischalig gebaut. Es gibt eine Innen- und eine Außenwand mit 11,5 Zentimeter Stärke. Zwischen den Mauern ist ein fünf bis acht Zentimeter dicker Luftspalt. Ein quer gemauerter Ziegel oder Draht verbindet die Wände. Die Technik war materialsparend, funktionierte als Wärmedämmung und Schlagregenschutz. Ob auch Ihr Haus zweischalig gebaut ist, erkennen Sie an der Dicke der Wände. Messen Sie dafür mit einem Zollstock nach. Sind die Wände 32-34 Zentimeter oder 44-46 Zentimeter dick, ist es zweischalig gebaut.

Hier rechnen Sie die Werte für Ihr eigenes Haus aus:

Dämmbeispiel 2: Doppelhaushälfte, 120 Quadratmeter, Baujahr 1992

Die dreistöckige Doppelhaushälfte hat 120 Quadratmeter und stammt aus dem Jahr 1992. Im Dämmrechner müssen Sie in diesem Fall das Reihenendhaus auswählen. Das Haus hat ein Schrägdach und das Dachgeschoss wird bewohnt. Auch in diesem Haus wurde ein zweischichtiges Mauerwerk gebaut. Sie nutzen noch die 1992 eingebaute Gasheizung und möchten ebenfalls in sechs bis zwölf Monaten mit der neuen Dämmung beginnen.

Rechnung: Der Dämmrechner empfiehlt bei dem Beispiel eine Dachdämmung. Dadurch verbessert sich der Wärmeschutz des Daches um 44 Prozent. Die Kosten liegen bei 4400 Euro. Die KFW zahlt hier keinen Zuschuss. Nach 20 Jahren haben Sie abzüglich Ihrer Investitionskosten 1500 Euro an Heizkosten eingespart.

Dämmbeispiel 3: Einfamilienhaus, 160 Quadratmeter, Baujahr 2004

Der freistehende Bungalow mit Flachdach misst 160 Quadratmeter und wurde 2004 gebaut. In dem noch neueren Bau gibt es keinen Luftspalt. Sie heizen auch nicht mit Öl oder Gas, sondern seit Erstbezug mit Pellets. Die Dämmung des Hauses kann noch mindestens 12 Monate warten.

Rechnung: Der Dämmrechner empfiehlt für dieses Objekt eine Fassadendämmung. Die Investitionskosten sind mit 20.300 Euro hoch. Der KFW Zuschuss beträgt 2030 Euro. Nach 20 Jahren haben Sie dafür 1300 Euro Heizkosten gespart.

Das sagt die Expertin zum Dämmen

"Der Gedanke an eine neue Dämmung lohnt sich, wenn Sie gerade sowieso Instandsetzungsmaßnahmen wie einen Anstrich oder Putzausbesserung an Ihrem Haus vornehmen", rät Astrid Kloos, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Eigentümer würden auch dämmen, wenn sie hohe Energiekosten haben, Kälte von der Wand abstrahlt oder sich Schimmel bildet. Der entstehe bei kalten Innenoberflächen zwischen zwölf und 14 Grad.

"Eine Dämmung rechnet sich durch die Energieersparnis nach 15 bis 30 Jahren", sagt Kloos. Das komme auf die Bauweise und das Baujahr des Gebäudes an. Die Dämmung halte dann mindestens 30 Jahre und müsse nicht abgerissen werden. Sie könne verstärkt oder aufgedoppelt werden.

Im Video: Statt dämmen - Mit dieser einfachen Technik sparen Sie viel Geld beim Heizen

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pxt/
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