17.39 Uhr: Die Ausreißer um Arndt sind gestellt. Es geht auf die letzten 5000 Meter.
17.33 Uhr: Die 14. Etappe der Tour de France neigt sich dem Ende. Es führt eine Vierergruppe neun Kilometer vor dem Ziel - mit dabei der Deutsche Nikias Arndt. Das Feld mit Froome und Aru liegt nur zehn Sekunden zurück.
Aru und Froome im Sekunden-Duell im Gelb
Samstag, 15. Juli, 15.00 Uhr: Auf den Tag genau 20 Jahre nachdem Jan Ullrich in Andorra sein erstes Gelbes Trikot geholt und damit seinen Toursieg eingeleitet hatte, biegt die 104. Frankreich-Rundfahrt in Richtung Alpen ein. Auf der 14. Etappe kann sich John Degenkolb Siegchancen ausrechnen.
Die 14. Etappe der Tour de France von Blagnac nach Rodez könnte etwas für den Klassikerjäger Degenkolb sein. Der Radprofi aus Oberursel wartet seit fünf Jahren auf seinen ersten Etappensieg. Das Profil des 181,5 Kilometer langen Abschnitts ist anspruchsvoll mit zwei Anstiegen der dritten Kategorie. Im Finale geht es im Achterbahn-Profil ins Ziel.
Der Sekunden-Poker an der Tour-Spitze zwischen Spitzenreiter Fabio Aru, Chris Froome (sechs Sekunden zurück) und Romain Bardet (+ 25) geht auch nach den Pyrenäen weiter. Der Mann im Gelben Trikot aus Italien muss auf unerwartete Attacken des wiedererstarkten Froome und seiner Sky-Mannschaft während der gefährlichen Überführungs-Etappe aufpassen. Das Froome-Team hat mit dem auf Rang fünf vorgerückten Mikel Landa die Möglichkeiten für taktische Spielereien erweitert. Aru steht nach dem Verlust zweier wichtiger Helfer fast als Einzelkämpfer da.
Barguil gewinnt am Nationalfeiertag
Freitag, 14. Juli, 18 Uhr: Ein inniger Kuss von Freundin Gabrielle, ein Handschlag vom strahlenden Tourchef Christian Prudhomme - und seine begeisterten Landsleute waren vollkommen aus dem Häuschen. Warren Barguil hat der "Grande Nation" am Nationalfeiertag das perfekte Geschenk geliefert.
"An diesem Tag zu gewinnen, ist außergewöhnlich. Ich bin überglücklich. Ich bin volles Risiko in der letzten Kurve gegangen und es ist aufgegangen", sagte der kleine Bergkönig vom deutschen Sunweb-Team nach seinem Triumph in Foix. Erstmals seit zwölf Jahren bescherte Barguil den Gastgebern wieder einen Heimsieg am nationalen Ehrentag.
Als heimlicher Sieger durfte sich am Freitag auf der nur 101 Kilometer langen 13. Etappe von Saint-Girons nach Foix auch Titelverteidiger Chris Froome fühlen. Der am Donnerstag gedemütigte Vorjahressieger schaltete zurück in den Angriffsmodus und brachte mit seiner schier übermächtigen Sky-Mannschaft die Rivalen mächtig ins Schwitzen und ins Grübeln. "Wir haben ein bisschen gespielt und werden das fortsetzen. Für uns ist es perfekt gelaufen", sagte Froome, auch wenn seine Attacken diesmal ohne Erfolg blieben.
Im Video: Froome-Alptraum im Video: Favorit brettert in Wohnwagen-Gruppe und verliert Gelb