+++ Große Deutschland-Karte: Hier atmen Sie jeden Tag zu viel giftiges Stickoxid ein +++

Wenn dieser Newsletter nicht korrekt dargestellt wird, klicken Sie bitte hier.  
zur FOCUS Online Startseite zur Startseite
News-Service: Wohnen
Grenzwerte regelmäßig überschritten
Große Deutschland-Karte: Hier atmen Sie jeden Tag zu viel giftiges Stickoxid ein

In Berlin laufen die Vorbereitungen für einen bundesweiten „Diesel-Gipfel": Am 2. August wollen Bundesverkehrsministerium und Bundesumweltministerium gemeinsam mit mehreren betroffenen Bundesländern und der Autobranche konkrete Schritte für einen geringeren Schadstoffausstoß festlegen.

Die Autoindustrie will ältere Fahrzeuge umrüsten: Sie will alte Diesel auf Euro 6 nachrüsten. Experten bezweifeln jedoch, dass sich dies so einfach bewerkstelligen lässt – und dann auch die erwünschte Wirkung zeigt.

Möglicherweise ist es ohnehin zu spät: In Stuttgart hat die Justiz Zweifel am Plan der Autoindustrie angedeutet. Seit mindestens sieben Jahren werden dort die EU-Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) zum Teil um das Doppelte übertroffen. Die Deutsche Umwelthilfe will deshalb vor Gericht ein generelles Diesel-Verbot ab 2018 durchsetzen.

Umweltbundesamt sammelt Daten mit Messstationen im ganzen Land

Sollten sich die Richter in ihrem Urteil am kommenden Freitag für ein Diesel-Verbot aussprechen, hätte dies Signalwirkung für andere Städte und Ballungsgebiete in Deutschland, in denen die Grenzwerte regelmäßig überschritten werden. Vor allem in Großstädten läuft die Debatte über den Dieselbann auf Hochtouren. Konkret drohen derzeit auch in Köln, Düsseldorf, München sowie in Wiesbaden Verbote. Laut ADAC-Berechnung aus dem Jahr 2016 wären rund 13 Millionen Diesel-Autos betroffen.

Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Stickoxid-Werte (NO2), die das Umweltbundesamt an seinen Messstationen ermittelt. Diese Stationen sind über das ganze Land verteilt – vor allem an großen Straßen in den Städten wird die Luft untersucht. Anhand dieser Daten errechnen die Experten den Durchschnittswert eines Ortes für das ganze Jahr.

FOCUS Online liegt die aktuelle Erhebung aller deutschen Messstellen vor. Das Ergebnis: Auch eher kleinere Städte können mit erschreckend hohen Werten aufwarten. In Kiel etwa wurde 2016 einer der höchsten Durchschnittswerte der ganzen Republik gemessen.

Unsere Karten zeigen, in welchen deutschen Orten die Grenzwerte überschritten werden.

So lesen Sie die Grafiken

Wenn Sie eine farbig markierte Kommune mit der Maus berühren, wird der NO2-Durchschnittswert in Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) angezeigt. Erlaubt sind bis zu 40 µg. Kommunen, die diesen Wert locker erfüllen, sind in der Grafik grün gefärbt. Kommunen, deren Messwerte sich der 40-µg-Grenze nähern, sind gelb gefärbt. Ist Ihre Stadt oder Kommune rot gefärbt, müssen Sie sich Gedanken machen: Hier übersteigen die Messwerte an mindestens einer Station den Grenzwert. Weiße Flächen bedeuten, dass es in der Kommune keine NO2-Messstelle gibt. Bei mehreren Messstellen wurde für den Ort der höchste Einzelwert eingetragen.

App-Nutzer klicken bitte hier, um die Karten anzusehen.

Baden-Württemberg

Bayern

Brandenburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen

Auch in den Stadtstaaten Berlin (höchster Durchschnittswert 51 µg), Bremen (41 µg) und Hamburg (62 µg) werden die Grenzwerte zum Teil deutlich überschritten.

VIDEO: Schadenersatz für hunderttausende Autofahrer? Das sind Ihre Rechte gegen das Kartell

zur aktuellen Meldung »
ZUM THEMA
Diesel auf der Abschussliste: Sieben Dinge, die Autofahrer wissen sollten EU will Millionen Dieselfahrzeugen Zulassung entziehen - das müssen Autofahrer wissen Absurde Dieselpanik! Im Büro ist 20 Mal mehr Stickstoffdioxid erlaubt als auf der Straße
Wohnen: aktuelle Meldungen
Umwelt
Strom aus Gülle: Bauern sehen sich bei Biogas im Umbruch
Erneuerbare Energie vom Acker, das klang mal verheißungsvoll. Doch die Mais-Monokulturen wuchsen, der Biogas-Ausbau wurde gedrosselt. Dabei gibt es zum Mais eine Alternative. Sie ist nur etwas anrüchig. »
Attraktiver für Bewerber
WGs unter Kollegen: Mit solchen Wohnungen locken Firmen Mitarbeiter
Der Mietmarkt in München ist hart. So hart, dass er Bewerbern schon mal die Lust auf einen Job verhagelt. Deswegen greifen Arbeitgeber zu neuen Mitteln: Mit Kollegen-WGs wollen sie neuen Mitarbeitern den Start in der Stadt erleichtern. FOCUS Online zeigt, wie das aussieht. »
Für Anregungen und Verbesserungsvorschläge stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Schreiben Sie an: webmaster@focus.de
Wenn Sie diesen Newsletter künftig im Text-Format erhalten wollen, klicken Sie hier.
Wenn Sie diesen Newsletter abbestellen wollen, klicken Sie hier.
Weitere Newsletter von FOCUS Online finden sie hier.
Verantwortlich für diesen Newsletter: FOCUS Online Group GmbH
St. Martin Str. 66, D-81541 München
Tel. 089/92 50 - 3292, E-Mail: redaktion@focus.de

Geschäftsführer: Daniel Steil, Jürgen Schlott, Andreas Laube, Amtsgericht München, HRB 97887