+++ Mindestens zwei Tote nach Seebeben in der Ägäis +++

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  EILMELDUNG   21.07.2017, 4:36
Tote, Verletzte und schwere Schäden
Mindestens zwei Tote nach Seebeben in der Ägäis

Im Grenzgebiet zwischen Griechenland und der Türkei kommt es häufiger zu Erdbeben, doch die wenigsten haben tödliche Folgen. Diesmal ist es anders: Von der Ägais-Insel Kos werden mehrere Tote, Dutzende Verletzte und schwere Schäden gemeldet.

Das Seebeben vor der Ägäis-Insel Kos hat Augenzeugen zufolge einen kleinen Tsunami ausgelöst und mindestens zwei Menschenleben gefordert. Bei den beiden Opfern handele es sich um jüngere Menschen, sagte der Bürgermeister der gleichnamigen Inselhauptstadt Kos, Giorgos Kyritsis, im griechischen Staatsrundfunk (ERT). Zu Schäden kam es nach seinen Worten vor allem im Zentrum von Kos, wo sich Dutzende Bars befinden. Mindestens 100 Menschen wurden ersten Schätzungen nach verletzt. Drei der ins Krankenhaus von Kos gebrachten Patienten seien schwer verletzt, aber nicht in Lebensgefahr, berichtete ERT unter Berufung auf Ärzte der Klinik.

Zum Zeitpunkt des Bebens waren die Bars am Hauptplatz von Kos voller Menschen. Das Dach einer Bar sei eingestürzt, sagte der Bürgermeister. Dort sollen auch die zwei Menschen ums Leben gekommen sein. Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke des Bebens mit 6,7 an.

Tsunami überschwemmt Hafenviertel

Die durch den Tsunami ausgelösten Wellen hätten das Hafenviertel überschwemmt, berichteten Augenzeugen. Eine Fähre konnte laut ERT wegen der Schäden nicht im Hafen von Kos anlegen.

In sozialen Netzwerken kursierten Bilder, die teils eingestürzte Gebäude und Überschwemmungen auf den Straßen der gleichnamigen Inselhauptstadt Kos zeigen sollen. Das türkische Fernsehen zeigte Aufnahmen von Menschen im Raum der Touristenstadt Bodrum, die in Panik auf die Straßen liefen.

Mehreren schwächeren Nachbeben

Das Zentrum des Bebens lag laut USGS nahe Bodrum in etwa zwölf Kilometer Tiefe und wurde gefolgt von mehreren schwächeren Nachbeben. Bodrum liegt rund zehn Kilometer Luftlinie entfernt von Kos. Auf türkischem Boden schien es ersten Berichten zufolge keine Opfer gegeben zu haben.

Erst Mitte Juni hatte die Erde auf den Inseln Lesbos, Chios und an der Westküste der Türkei gebebt. Auf Lesbos kam ein Mensch ums Leben, viele Häuser wurden zerstört. Die Erschütterungen waren noch Hunderte Kilometer vom Zentrum des Bebens entfernt zu spüren.

Im europäischen Raum kommen die meisten Erdbeben in Griechenland, den südlichen Teilen des Balkans sowie im Westen der Türkei vor. Auch Italien und der westliche Balkan sind besonders betroffen. Der größte Teil der schweren europäischen Beben ereignet sich nahe den Rändern von Afrikanischer und Europäischer Platte. Dort kann es zu Spannungen kommen, die zu Beben führen.

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lro/dpa
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