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1860 München im News-Ticker
Möglicher Rauswurf von Ismaik: Hitzige Diskussion bei Mitgliederversammlung

1860 München bekommt keine Lizenz für die 3. Liga, weil Investor Ismaik die nötigen Millionen dafür verweigert. Den Neustart in der Regionalliga gehen die Löwen mit Daniel Bierofka als Trainer an - im Grünwalder Stadion. Alle Entwicklungen bei FOCUS Online.

19.54 Uhr: Die Mitglieder von 1860 München wollen nicht mehr, dass der Verein von Investor Hasan Ismaik mitbestimmt und finanziert wird. Bei der Mitgliederversamnmlung fällt die Entscheidung auf einen entsprechenden Antrag fast einstimmig gegen den Jordanier aus.

Hitzige Diskussionen

Sonntag, 23. Juli, 15.00 Uhr: Die Mitgliederversammlung läuft seit dem Vormittag, das Ganze wird sich wohl auch noch bis in die Abendstunden hinziehen. Als zehnter Tagesordnungspunkt wurden gerade die Präsidien der unmittelbaren Vergangenheit entlastet worden von insgesamt 1272 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern.

Unter TOP 14 geht es später auch um einen Antrag, Investor Hasan Ismaik aus dem Verein zu drängen. Schon jetzt geht es immer wieder hitzig zur Sache bei diversen Wortmeldungen.

Mitgliederversammlung mit Zündstoff

14.09 Uhr: Die "Löwen" müssen reden. Erstmals nach dem Sturz aus dem Profifußball lädt der TSV 1860 München am Sonntag (10 Uhr) wieder zu einer Mitgliederversammlung. Auf der Tagesordnung steht zum Beispiel die Wahl des Vereinspräsidenten. Hier will sich für die verbleibende Amtszeit bis 2019 Interimspräsident Robert Reisinger offiziell bestätigen lassen. Reisinger hatte den Posten nach dem Abstieg vom zurückgetretenen Peter Cassalette übernommen und sich danach mit deutlicher Kritik an Investor Hasan Ismaik positioniert. Auf der Tagesordnung steht zudem auch das Votum für die Ersatzmitglieder des Verwaltungsrates.

Ursprünglich war die Versammlung für den 2. Juli angesetzt gewesen. Die Löwen sagten sie jedoch überraschend ab, weil die Funktionäre den Mitgliedern "eine klare und für alle nachvollziehbare Zukunftsstrategie für den Verein präsentieren und sich für diese ein starkes Votum der Versammlung einholen" wollten. Zum damaligen Zeitpunkt war die 1860-Geschäftsführung noch in Verhandlungen, um die finanzielle Zukunft des Vereins zu sichern.

Video: Plant 1860 den Rausschmiss von Investor Ismaik?

Ex-Präsident Schneider gestorben

Samstag, 22. Juli, 13.19 Uhr: Dieter Schneider, ehemaliger Präsident des TSV 1860 München, ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Der Gesundheitszustand Schneiders hatte sich in den vergangenen Wochen dramatisch verschlechtert. Er lag auf der Intensivstation. Schneider war von 2011 bis 2013 Präsident von Sechzig und hatte 49 Prozent der Anteile an Hasan Ismaik verkauft. Er war verheiratet und hatte vier Kinder.

Schneider war zudem Geschäftsführender Gesellschafter der Dieter Schneider Holding, Besitzer des Kunststofftechnikherstellers Liedtke in Markt Indersdorf und Betreiber eines Autohauses in Dachau. Im Februar 2011 wurde er, zunächst kommissarisch, in Nachfolge von Rainer Beeck Präsident der Löwen.

"Die Löwen-Familie ist bestürzt über diese traurige Nachricht", schrieb der Club auf seiner Homepage: „Dieter Schneiders Ehefrau Gipsy und seinen vier Kindern gilt unser tiefes Mitgefühl und wir wünschen ihnen ganz viel Kraft."

Im Jahr 2010 wurde Schneider für seine Verdienste um die bayerische Wirtschaft mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Comeback im Grünwalder: 12.500 Fans feiern Löwen-Sieg auf Giesings Höhen

Rückblick, 21. Juli: 1860 München feierte in der Regionalliga Bayern einen ungefährdeten 3:1 (0:1)-Erfolg gegen Wacker Burghausen. Oktoberfeststimmung auf Giesings Höhen: 12.500 Zuschauer in der ausverkauften Arena erlebten ein Comeback von willensstarken Sechz'gern in ihrem Wohnzimmer nach zwölf Jahren. Eine Woche zuvor war 1860 mit einem vielversprechenden 4:1-Erfolg in Memmingen in die Saison gestartet. Die Sponsoren und VIPs waren am Freitag extra von der neuen Löwen-Alm am Trainingsgelände per Shuttleservice in die 1,3 Kilometer entfernte, altehrwürdige Arena gebracht worden.

Gemeinsam mit den anderen Löwen-Fans erlebten sie am Ende einen traumhaften Abend, nach dem es lange Zeit nicht ausgesehen hatte. Aber die Routiniers Jan Mauersberger (49.), Timo Gebhart (61.) und Sascha Mölders (84.) unterstrichen mit ihren Toren am Ende ihre Bedeutung für die jungen Wilden von Trainer und Ur-Löw Daniel Bierofka.

Für den ersten Heimauftritt an traditionsreicher Stätte nach dem turbulenten Sommer mit der Zwangsversetzung ins Amateurlager hatten sich die Münchner viel vorgenommen, zunächst kam die junge Mannschaft aber nicht in Schwung. Obwohl den meisten Spielern der Blauen von ihren Auftritten mit der U21 das Stadion bestens bekannt war, schien die beeindruckende Kulisse ihr Spiel zunächst zu lähmen. Der Löwen-Nachwuchs hatte vergangenen Saison im Schnitt selten mehr als 1000 Zuschauer.

So viele Anhänger hatte Burghausen mitgebracht. Und der Wacker-Tross konnte auch zuerst jubeln. Tobias Janietz (33.) brachte nach einem Durcheinander im Löwen-Strafraum die Gäste in Führung. Nach der Pause erhöhten die Hausherren den Druck und wurden kurz nach dem Seitenwechsel durch den Ausgleich von Jan Mauersberger (32), der nach dem Sturz in die vierte Liga den Löwen treu geblieben ist, belohnt.

Danach dominierten die Löwen, und Gebhardt brachte das marode Stadion mit seinem zweiten Saisontreffer nach rund einer Stunde zum Beben, ehe Mölders (32) das Spiel entschied.

Im und um das Stadion blieb es vor und während des Spiels ruhig. Die TSV-Ultras hatten vor dem ersten Heimspiel der Saison extra eine Art Verhaltenskodex herausgegeben, um vor allem die Anwohner im Stadtteil Giesing zu beruhigen.

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sols/
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