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Immobilienindex Europace
Preisanstieg beendet: Auf dem Land sinken die Preise für ältere Häuser

Viele Käufer klagen über ständig steigende Immobilien-Preise. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Eine neue Studie zeigt: Bei Ein- und Mehrfamilienhäusern werden nur noch Neubauten teurer. Für bestehende Gebäude hingegen gingen die Preise zuletzt zurück.

Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser aus dem Bestand sind deutschlandweit im Juni 2017 gegenüber dem Vorjahr um 1,03 Prozent gesunken. Das ergab eine aktuelle Studie des Online-Finanzierungsmarktplatzes Europace. Es ist der erste deutliche Preisrückgang seit mehr als sieben Jahren.

Das Preisminus bezieht sich auf den errechneten Durchschnittswert für die gesamte Bundesrepublik. Rechnet man die Ballungsgebiete und sogenannten Metropolregionen wie München, Stuttgart, Hamburg und Berlin heraus, fällt der Preisverfall für bestehende Wohnhäuser auf dem flachen Land sogar deutlich höher aus.

Der Rückgang steht in krassem Gegensatz zu der Preisentwicklung bei Neubauten: Für neue Ein- und Zweifamilienhäuser misst der Index im Juni im bundesweiten Durchschnitt eine starken Preisanstieg von 11,44 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Mai lag der Wert mit plus 11,88 Prozent nur geringfügig höher.

Ähnliches stellt die Studie für Eigentumswohnungen fest. Hier betrug der Preisanstieg für alle Eigentumswohnungen – sowohl alte als auch neue – im Juni 8,65 Prozent nach 9,52 Prozent im Vormonat.

Preisauftrieb bei Bestandshäusern verlangsamt

In Ballungsgebieten klettern auch die Hauspreise unvermindert weiter

Auch in den Metropolregionen hält der Preisanstieg dagegen für alle Immobilientypen unvermindert an. Nach den Zahlen, die der Immobilien-Finanzierer Dr. Klein erhoben hat, stiegen im ersten Quartal in München die Preise auch für ältere Ein- und Zweifamilienhäuser deutlich. Im Vergleich zum vierten Quartal 2016 betrug das Preisplus 5,15 Prozent. Die Zahlen für Frankfurt (3,59 Prozent) und Stuttgart (2,42 Prozent) liegen zwar etwas darunter, trotzdem werden auch hier schon vor Jahren gebaute Häuser stetig teurer.

Der Preisauftrieb in den Metropolregionen hebt damit den Wert für die bundesweiten Preisrückgang auf ein Minus von nur einem Prozent. Ohne die Ballungsgebiete wäre der Preisverfall höher, wie Thilo Wiegand, Vorsitzender des Vorstands der Europace AG, die den Preisindex erhebt, bestätigt: „Im Markt herrscht weithin wesentlich mehr Nachfrage als Angebot – und das treibt die Preise. Das gilt in praktisch allen Groß- und den meisten Mittel-Städten. Aber eben nicht überall: In ländlichen Bereichen oder Regionen mit Bevölkerungsrückgang geben mangels Nachfrage auch die Immobilienpreise nach."

Im Video: Hier ist das Geld für eine Immobilie am besten angelegt

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mbe/
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