+++ Vater des IS-Mädchens erzählt, wie er über ihre Verhaftung erfuhr +++

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Fall Linda W.
Vater des IS-Mädchens erzählt, wie er über ihre Verhaftung erfuhr

Es war vor einem Jahr, als Linda W. ihrem Heimatort Pulsnitz bei Dresden den Rücken kehrte und aus Deutschland verschwand. Sie hatte sich offenbar der Terrormiliz IS angeschlossen. Nach der Befreiung von Mossul hatten irakische Soldaten vor einer Woche die 16-Jährige aufgegriffen.

Ihr Vater Reiner W. hat nun gegenüber der „Bild -Zeitung" von dem Moment erzählt, als er erstmals von der Festnahme seiner Tochter hörte. Die Nachricht hätte ihn über das Radio erreicht, erzählt der 52-Jährige.

„Ich bin zusammengebrochen, als ich erfuhr, dass Linda lebt", sagt der Bauarbeiter, der zu dieser Zeit gerade auf der A9 eine Fahrbahn markierte. „Meine Kollegen kamen gleich zu mir. Ich musste erst mal kurz weg, fuhr auf einen Rastplatz, setzte mich und weinte."

„Auf dem Weg zum Flughafen muss sie an mir vorbeigefahren sein"

Auch über den Tag, als Linda verschwand, spricht er. Darüber, dass sie weg war, hatte ihn zuerst seine Ex-Frau Katrin informiert. Auch an diesem Tag war er mit Fahrbahnmarkierungen beschäftigt – in der Nähe von Pulsnitz. „Auf dem Weg zum Flughafen muss sie an mir vorbeigefahren sein", sagt W.

Seit er erfahren hat, dass seine Tochter noch am Leben ist, konnte er kaum schlafen. „Ich wünsche mir so sehr, dass meine Linda gesund wieder nach Hause kommt. Ich werde immer für sie da sein", so W. gegenüber der "Bild"-Zeitung.

Linda W. will wieder zurück nach Deutschland

Falls Linda nach Deutschland zurückkehrt, droht ihr die Wiederaufnahme von Ermittlungen wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. In diesem Fall könnte sie eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren erwarten.

Laut eines Berichts von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung ist sie bereit, auszusagen. „Ich will weg aus dem Krieg, weg von den vielen Waffen, dem Lärm", erzählte sie einem Reporter.

Im Video: IS-Mädchen spricht erstmals seit ihrer Festnahme

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nbu/
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