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Eklat in ARD-Talk
Zweites Statement: Maischberger entschuldigt sich für "Kurzschlussreaktion"

Diese Sendung war eine Herausforderung für Sandra Maischberger. In ihrem ARD-Talk zu den G20-Krawallen kam es zum Eklat: Vor laufender Kamera verließ der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach die Runde wütend. Maischberger konnte ihn nicht aufhalten. Die Moderatorin nennt den Verlauf des Talks eine „Niederlage" – und mehr noch: Sie entschuldigt sich ausdrücklich für einen Fehler.

In einer hitzigen Diskussion bei „Maischberger" um die G20-Krawalle hatte Bosbach von den Äußerungen der ehemaligen Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth schließlich genug. Er sagte: „Frau Ditfurth ist persönlich, vom Verhalten und von ihrer - in Anführungszeichen - Argumentation unerträglich. Das muss ich nicht mitmachen." Der Bundestagsabgeordnete befreite sich von seinem Mikro, stand auf und verließ die Runde. Ditfurth nannte ihn daraufhin eine „kleine Mimose".

Der Versuch von Sandra Maischberger, ihren Gast vom Gehen abzuhalten, hatte keinen Erfolg mehr. Daraufhin forderte die Moderatorin Ditfurth auf, ebenfalls die Talkrunde zu verlassen, um dort „die Parität" wieder herzustellen. Doch diese weigerte sich.

Maischberger zeigt sich am Tag nach dem TV-Eklat selbstkritisch und bereut ihr Vorgehen öffentlich. In einem zweiten Statement zu den Geschehnissen betonte sie: „Ich möchte mich ausdrücklich bei Frau Ditfurth für den Versuch entschuldigen, sie aus der Sendung komplimentieren zu wollen. Das war eine unüberlegte Kurzschlussreaktion, getrieben von dem Wunsch, in der Sendung den Ausgleich der Seiten wiederherzustellen. Es war ein Fehler, den ich bedauere. "

Maischberger: „Das ist immer eine Niederlage"

Über den Verlauf der Sendung hatte sich die Moderatorin schon in einer ersten Reaktion auf der Facebook-Seite zu ihrem Talk nicht glücklich gezeigt. Sie bedaure sehr, dass Bosbach die Runde vorzeitig verlassen habe, hob Maischberger da hervor. „Mein Versuch, ihn zum Bleiben zu bewegen, schlug leider fehl. Das ist immer eine Niederlage in einer Sendung, deren Aufgabe es ist, Menschen ins Gespräch zu bringen – gerade, wenn sie noch so unterschiedliche Meinungen haben", räumte Maischberger selbstkritisch ein.

Und sie fügte hinzu: „Wir wollen gesellschaftliche und politische Kontroversen im Fernsehen so führen, wie sie im Leben stattfinden: ungeschnitten und ungeschönt. Das tut manchmal weh. Auch mir, wenn es nicht gelingt, meine Gäste im Dialog zu halten."

Bosbach: „Es wäre vielleicht besser gewesen, noch früher zu gehen"

Bosbach hatte Ditfurth bei „Maischberger" unter anderem vorgeworfen, die Krawalle während des Hamburger G20-Gipfels zu verharmlosen. Ditfurth hatte unter anderem gesagt, in Hamburg seien Menschen in ihren Grundrechten verletzt und nicht-vermummte Journalisten verprügelt worden, weil „einige Leute schwarz gekleidet" waren.

Dass er die Debatte vorzeitig verließ, bereute Bosbach nicht. Im Anschluss an die Sendung sagte er FOCUS Online: „Es wäre vielleicht besser gewesen, noch früher zu gehen. Die permanente Mischung aus Dazwischenquatschen und Grimassenschneiden von Frau Ditfurth war eine echte Zumutung."

Tatsächlich hatte Bosbach schon etwa 15 Minuten vor seinem Abgang angekündigt, die Sendung zu verlassen. Nur mit Mühe hatte Moderatorin Sandra Maischberger ihn zum Bleiben überreden können.

Video: Das ist der Moment, als Bosbach aus dem Studio stürmt

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maa/
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